16 junge Menschen haben sich in diesem Jahr für einen MaZ-Freiwilligendienst bei den Steyler Missionsschwestern entschieden – und damit für ein Jahr, das garantiert anders wird als alles bisher.
Zum Kennenlernseminar reisten sie aus ganz Deutschland an: aus Dresden, München, Bremen oder auch aus der Nähe von Aachen. Unterschiedliche Wege, unterschiedliche Geschichten – aber eine gemeinsame Motivation: raus aus dem Gewohnten, rein ins Abenteuer. Neue Menschen kennenlernen. Andere Kulturen erleben. Die Welt nicht nur bereisen, sondern wirklich mitgestalten.
Schon ab der ersten Minute war klar: Hier entsteht etwas. Das Begegnungshaus war erfüllt von Gesprächen, Lachen, ehrlichem Austausch und jeder Menge Neugier. In kürzester Zeit wurden aus Fremden eine Gruppe. Es wurde diskutiert, erzählt, hinterfragt – und viel Persönliches geteilt.
Inhaltlich ging es ans Eingemachte: Was bedeutet Solidarität wirklich? In einem Planspiel mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierern wurde schnell deutlich, wie ungerecht unsere Welt oft funktioniert – und warum Solidarität mehr ist als nur ein schönes Wort. Besonders spannend (und auch herausfordernd) war die Frage: Ist ein internationaler Freiwilligendienst überhaupt sinnvoll? Und wenn ja – mit welcher Haltung? Wie kann so ein Einsatz für alle ein Gewinn sein und nicht nur für die eigene Lebensgeschichte?
Unterstützt wurde das Seminar auch von ehemaligen MaZ-Freiwilligen. Sie brachten ihre Erfahrungen ein, beantworteten offen die Fragen der neuen Teilnehmenden und gaben ehrliche Einblicke in ihren Dienst – mit allem, was dazugehört: schöne Momente, Herausforderungen und Lernprozesse. Ihre Berichte waren praxisnah und halfen dabei, eine realistische Vorstellung vom bevorstehenden Jahr zu bekommen. Gleichzeitig packten sie ganz selbstverständlich mit an und unterstützten das Team in verschiedenen Programmpunkten.
Während des Seminars machten die Ehemaligen außerdem einen kurzen Besuch bei den Rosaschwestern. Dort berichteten sie von ihren Einsätzen und stießen auf großes Interesse. Die Schwestern hörten aufmerksam zu, freuten sich über die Einblicke und sicherten den neuen MaZ ihre begleitende Unterstützung im Gebet zu.
Ein echtes Highlight war das Treffen mit den Schwestern in Steyl. Bei Kaffee und Kuchen erzählten einige von ihnen von 30 bis 45 Jahren Leben in anderen Ländern – von Kulturschock, Lernprozessen, Freundschaften und einem solidarischen Miteinander über Grenzen hinweg. Der Austausch zwischen den Generationen war inspirierend und ermutigend zugleich. Zu spüren: Der Wunsch nach einer menschlicheren Welt verbindet.
Am Ende des Wochenendes ging es gestärkt und voller Vorfreude nach Hause. Mit neuen Kontakten im Handy, vielen Gedanken im Kopf – und der Gewissheit: Dieses Jahr wird besonders.
Das nächste Wiedersehen in Frankfurt beim Seminar in der Karwoche kann kommen.









