Einsatzorte

Die Einsatzorte sind unter anderem an den Grenzen Europas im Bereich der Flüchtlingsarbeit. Es gibt Einsatzstellen in Kooperation mit den Steyler Missionsschwestern und dem Jesuiten Flüchtlingsdienst (JRS). Außerdem gibt es Stellen, die einen sozial-pastoralen Schwerpunkt haben, wie beispielsweise die Stelle in Polen. 

Italien/Rom

In Rom kooperieren wir mit dem Centro Astalli, dem italienischen Ableger des Jesuiten Flüchtlingsdienst (JRS). Seit über 40 Jahren unterstützt das Centro Astalli Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Gewalt in Italien ankommen. Ihr Ziel ist es, diese Menschen zu begleiten und für ihre Rechte einzutreten. Das Centro Astalli setzt sich auch für die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung ein, indem die Geflüchteten ein Gesicht bekommen, ihre Geschichten erzählen können und die Gründe nennen, warum sie nach Italien gekommen sind. So steht die Unterstützung von Flüchtlingen und der Austausch ihrer Erfahrungen im Mittelpunkt aller Dienstleistungen des Centro Astalli. Von der Erstaufnahme (für Flüchtlinge, die erst kürzlich in Italien angekommen sind) bis zur Ermöglichung eines selbstbestimmten Lebens.

Zudem bemüht sich das Centro Astalli um Bewusstseinsbildung und Lobbyarbeit, die darauf abzielt, ungerechte Politik auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene zu ändern. Jeden Tag sind viele Haupt- und Ehrenamtliche in die Dienstleistungen, Aktivitäten und Projekte des Centro Astalli eingebunden, um Asylsuchenden und Flüchtlingen zu helfen und sie zu begleiten. Im Centro Astalli erhalten sie zum Beispiel eine warme Mahlzeit, Beratung, medizinische Versorgung und auch Unterricht.

Außerdem führt der JRS in Rom noch verschiedene Häuser in Rom, in denen Geflüchtete, aber zum Beispiel auch Mütter mit ihren Kindern für eine begrenzte Zeit ein Zuhause finden. Darüber hinaus betreut der JRS Projekte, in denen auch Ordensgemeinschaften geflüchtete Familien für eine bestimmte Zeit in ihren Häusern aufnehmen, um sich in dieser Zeit für ein völlig selbstständiges Leben vorzubereiten und bringt in Schulprojekten Schülerinnen und Schüler und Geflüchtete zusammen.

Die MBB Freiwillige wohnt während der Einsatzzeit bei den Steyler Missionsschwestern in einem großen Kloster, dem Generalat, im Norden Roms. Es wohnen dort ca. 30 Schwestern aus den unterschiedlichsten Nationen und Ländern.

Mögliche Aufgaben: 

  • Mitarbeit im Centro Astalli 
  • Mitarbeit in der Mensa des Centro Astalli (Essensausgabe, Essenszubereitung)
  • Mitarbeit in einer casa famiglia oder einer casa per i rifugiati
  • Begleitung von Geflüchteten und ihren Familien im Alltag (z.B.: Fahrt zu Therapien/in den Kindergarten)
  • Begleitung einer Hauptamtlichen, die Geflüchtete in verschiedenen Fragen beraten

Griechenland/Athen

Die Einsatzstelle für MBB Freiwillige ist in der Hauptstadt Griechenlands in Athen. In der Nähe des Victoriaplatzes befindet sich eine Pfarrei der Jesuiten und das JRS-Büro (Jesuiten Flüchtlingsdienst). Der Jesuiten Flüchtlingsdienst (JRS) arbeitet dort in einem Team von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Versorgung von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Sie betreiben ein Women’s Day Care Center, eine Teestube, einen Secondhandladen namens „Magazi“, das Centro Pedro Arupe und bieten verschiedene Bildungsprogramme für Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene, Beratung sowie weitere kleine Projekte an. Die Situation der Flüchtlinge und ihre Bedürfnisse ändern sich oftmals schnell. Der JRS reagiert mit seinen Angeboten auf die Not der Menschen.

Mögliche Aufgaben:

  • Mithilfe in der Kleiderkammer (Aussortieren, Einsortieren, Ausgabe)
  • Gestaltung und Durchführung von Aktivitäten mit den Kindern, die nicht zur Schule gehen: Malen, Spielen, Freizeit- und Lernaktionen
  • Mithilfe in der Teestube
  • Begleitung evtl. zu Arztbesuchen oder anderen Behördengängen
  • Besorgungen
  • Administrative Aufgaben in Rahmen von JRS
  • Organisation von Ausflügen
  • ggf. Einsätze in Transitzentren vor der Stadt (Aktivitäten mit den Kindern, medizinische Versorgung usw.)

Polen/Opole

Die Steyler Missionsschwestern engagieren sich im Haus der Hoffnung (House of Hope) in Opole und Dylaki. Zielgruppe für beide Einrichtungen sind obdachlose Menschen. Die Schwestern betreiben zwei Häuser: ein Tageszentrum für Obdachlose in Opole und das zweite Haus in Dylaki ist für Alkoholikkranke gedacht, die ein neues Leben beginnen wollen und Schritte in diese Richtung unternehmen. Im Jahr 2017 haben die Schwestern angefangen, Obdachlosen Essen zu bringen. Nach einigen Jahren haben sie das House of Hope in Opole eröffnet, das von der Diözese Opole betrieben wird. Obdachlose und sehr arme Menschen finden dort jede Art von Unterstützung und Hilfe (Essen, Kleidung, Medikamente, Waschmöglichkeiten usw.) Täglich kommen ca. 50 bis 80 Menschen, die meisten davon sind Männer.

Im Jahr 2022 wurde ein zweites Haus im Dorf Dylaki, 30 Kilometer von Opole entfernt, eröffnet. Dies ist ein Ort der Erholung und der Erneuerung des Lebens. Die Schwestern haben dort gemeinsam mit den obdachlosen Menschen eine Gemeinschaft gegründet, um ihnen zu helfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. In dem Haus leben zwischen fünf und zehn Menschen gemeinsam mit den Schwestern. Ziel der beiden Einrichtungen ist es, Menschen, die in Not geraten und von Sucht betroffen sind, zu begleiten, zu stärken und sie bei der Neugestaltung ihres Lebens zu unterstützen. 

Mögliche Einsatzgebiete (in beiden Einrichtungen für obdachlose Menschen in Opole und Dylaki):

  • Mithilfe bei der Essenzubereitung
  • Mithilfe im Tagestreff: Essensverteilung, Kleiderausgabe, Organisation der Waschmöglichkeiten, Ausrichtung von Festen zu Feiertagen etc.
  • Gespräche mit Besucher*innen des Tagestreffs
  • Kleine Freizeitaktivitäten, wie z. B. einfache Spiele oder kreative Angebote
  • Mithilfe bei der Reinigung des Tagestreffs
  • Ggf. Begleitungen von Menschen zu Behörde, Ärzten etc. 

 

Hinweis: Die Einsatzstelle ist besonders gedacht für männliche Freiwillige, die auch schon Polnisch sprechen.

Portugal/Lissabon

Die Steyler Missionsschwestern in Lissabon (Casal de Cambra) organisieren in der Innenstadt von Lissabon in der Pfarrei Sao Nicolão eine Suppenküche mit Essensverteilung zu den verschiedensten Tageszeiten und eine Lebensmittelausgabe. Wohnungslose Menschen und Menschen, die von Armut betroffen sind, erhalten dort Essen, Lebensmittel und manchmal auch Kleidung. Auch Familien erhalten dort Essen oder können Essen bzw. Lebensmittel mitnehmen.

Das Ziel der Einrichtung ist es, für die Grundversorgung der in Not geratenen Menschen zu sorgen und sie in Hilfs- und Beratungsangebote zu vermitteln. Sie setzten sich für Gerechtigkeit und Chancengleichheit für die Menschen ein, die wenig Gehör in der Bevölkerung finden. Ein weiteres Projekt der Schwestern ist ein Bildung- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, die in einem sozialen Brennpunkt wohnen. Am Nachmittag und Abend gibt es verschiedene Lern- und Katechesegruppen. 

Die Freiwillige wird entweder in der Kommunität der Schwestern mitwohnen oder bei einer älteren Frau (enge Freundin der Schwestern) im selben Haus. 

Mögliche Aufgaben: 

  • Mithilfe bei der Zubereitung des Essens für die Bedürftigen der Suppenküche gemeinsam in einem Team von anderen Ehrenamtlichen
  • Kontakt zu den unterschiedlichen Besuchern*innen der Suppenküche
  • Mithilfe bei der Verteilung von Essen, Getränken, Lebensmitteln und Kleidung
  • Mithilfe bei der Annahme, Besorgung/Einkauf von Lebensmitteln und sonstigen Dingen für den täglichen Bedarf in der Suppenküche
  • Mithilfe bei der Reinigung der Räumlichkeiten und sonstigen Aufgaben, die bei der Versorgung von wohnungslosen Menschen anfallen
  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen bei ihren Hausaufgaben
  • Ggf. Planung und Organisation von Freizeitaktivitäten und Lernangeboten für Kinder und Jugendliche in Absprache mit den Verantwortlichen/Schwestern

Ukraine

Aufgrund der unsicheren politischen Lage entsenden wir derzeit keine Freiwilligen in die Ukraine. 

Erfahrungsberichte

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